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Nach den elektrischen “Drawings” von   2008 kommt Scott Fields nun zum zweiten Mal ganz solo zum Zuge. Am Anfang standen seit 2011 entstandene akustische Arbeiten, die er schließlich in toto verwarf. 2015 bat ihn New Atlantis um Duette für Gitarre und Schlagzeug; der Drummer stieg aus, Scott blieb übrig, der Labelchef sagte, na dann eben solo. Und nun sind die Stücke da, allesamt ohne irgendwelche Hilfsmittel oder Tricks auf der akustischen Flattop im abgedunkelten Studio und mit dem Rücken zum Toningenieur aufgenommen und komponiert in gewohnter Weise, nümlich zur optimalen Orientierung in Rhythmus, Phrasierung und Dynamik Text-basiert. Der Titel des Albums zitiert eine Sammlung von Bukowski-Gedichten; die Titel der neun Stücke der umfassendsten Sammlung von Bukowski-Lyrik, “The Pleasures of the Damned”. Die “Burning in Water” Suite umfasst die ersten fünf Stücke oder Sütze, die “Drowning in flames” Suite die letzten vier. Die erste spielt Scott in dropped-D, die zweite im durchaus heiklen Viertelton-Tuning. Wer sowieso schon offen ist für Scotts extrem neutönerische Spiel- und Schreibweise, wird diese Stücke sehr rasch zu den besonderen Glücksfüllen im regen Output von Fields-Platten zühlen; Novizen könnte man mit ohrengerecht servierten Derek-Bailey-Hüppchen Schwellenüngste nehmen. Der beste Fields ist seit eh der des feineren Strichs, der leisere, zartere, sensiblere wie in den Duos in “Minaret Minuets” 2011 oder “Everything Is In The Instructions” 2013. Scott akustisch solo ist das Zugünglichste, das Intimste, was er je aufgenommen hat, das aufs wirklich musikalisch Wesentliche Reduzierte, das Transparenteste und rüumlich Nüchste faszinierende Lyrik, freie Verse ohne Text. Stücke wie “Millionaires” und “Car wash” aus der ersten und aus der Viertelton-Suite “Outside as bones break in my kitchen” und “On the sidewalk and in the sun” seien Greenhorns wie Fans in Sachen Scott Fields würmstens empfohlen. — Alexander Schmitz,   Jazz Podium